Sonntag, 14. März 2010

Die Beständigkeit der Unbeständigkeit


DSC Arminia Bielefeld
19 Spiele
10 Siege
4 Unentschieden
5 Niederlagen
31:20 Tore

Als ich mein Buch „100 Jahre Fahrstuhlfahrt“ veröffentlichte über die Wanderung des FC St. Pauli zwischen den verschiedenen Ligen, motzte man aus dem aus dem Forum der Arminen, wie ich denn den Fahrstuhlfahrt-Olympiasieger für den FC reklamieren können würde, denn schließlich seien das die Arminen aus Ostwestfalen. Gut, ich will jetzt nicht anfangen, die gesamten Auf- und Abstiege zwischen den verschiedenen Ligen aufzuaddieren. Wenn die Arminen den Titel denn gerne haben möchten, den Meister des Fahrstuhls, sollen sie den gerne kriegen. Sieben Aufstiegen in die Bundesliga stehen auch sieben Abstiege in die Zweite Liga gegenüber. Dann sollen sich die Bielefelder bitte mit den Nürnbergern hauen, denn die haben die gleiche Bilanz für die zwei Oberhäuser. Allerdings mit einem feinen Unterschied: die Clubberer spielen seit 2009 wieder erstklassig und die Arminen in dieser Saison wieder in der „Unterklasse“. So könnt’s denn kommen, dass der Ligenbetrieb wieder mal ein Paternoster wird, für den Club hinab, für die Arminen bergauf. Um solcherlei Ambitionen zu unterstreichen, wäre es für die Ostwestfalen, die derzeit nur auf Platz 4 der Tabelle rangieren, wichtig, am Millerntor zu gewinnen. Das ist ihnen allerdings in zehn Versuchen erst zweimal gelungen: 96/97 gab es ein 3:2 – eines von zwei Bundesligaduellen der zwei Vereine gegeneinander. 98/99 gewannen die Arminen 2:1. Ein Unentschieden zwischen den Arminen und dem FC gab es in Hamburg noch nie, die anderen acht Partien daheim hat St. Pauli allesamt gewonnen. Das letzte Mal vor dieser Saison traf man sich am 01.09.2003 in der 1. Runde des DFB-Pokals, da siegten die Kiezkicker 4:3 im Elfmeterschießen (nein, das war nicht die B-Serie, für alle Unbedarften). Hollerieth hielt damals zwei Elfer, im Spiel scheiterte Festus Agu am Bielefelder Keeper Mathias Hain, der nun bei uns vielleicht in der Form seines Lebens ist. Das war eine von zwei Begegnungen im DFB-Pokal (die erste gewann St. Pauli 1985 2:0 n.V.). Alle anderen 15 Partien zwischen diesen Vereinen fanden in der zweiten Liga statt. Das letzte Aufeinandertreffen, das Hinspiel diese Saison, war eine Katastrophe: Ein 0:1 auf der Alm, das Gegentor in der 4. Minute durch Federico und danach nur Schweigen im Walde – unbeholfene St. Paulianer gegen defensive Bielefelder. Wenn ich tippen sollte, dann würde ich ein 2:0 bevorzugen, denn in vier von zehn Partien am Millerntor lautete das Ergebnis so. Auf jeden Fall werden mehr Tore fallen als im Hinspiel, wenn man der Statistik glauben darf: in neun Partien auf der Alm fielen zwischen den beiden Mannschaften bislang 17 Tore, macht 1,89 pro Spiel; in den zehn Partien am Millerntor waren es 27 (2,7 – die Tore aus dem Elfmeterschießen nicht mitgezählt). Die Heimbilanz des FC in dieser Saison liegt bei guten 6-3-1, die Bielefelder haben in der Fremde bislang viermal gewinnen können, spielten dreimal unentschieden und verloren viermal. Allerdings verläuft die Rückrunde doch bislang eher holperig. Während die Braun-Weißen eine bislang makellose Bilanz aufweisen können, nahmen die Bielefelder ihre Krise (zum Ende der Hinrunde sechs Spiele ohne Sieg in Folge) mit ins Jahr 2010. Die Bilanz steht bei 2-1-1 ... ein Unentschieden in Rostock, eine Niederlage in Augsburg. Sollte, müsste, könnte. Die Vorzeichen und die Statistik sprechen für unsere Halbgötter in braun-weiß. 60 Punkte reichten seit Einführung der 3 Punkte Regel immer zum Aufstieg, da fehlen es noch 15. Da ja keiner Bock auf Relegation hat: 65 Punkte sind es zum wahrscheinlich sicheren Aufstieg in Liga Eins. Da fehlen noch 20. Mögen heute drei dazukommen. //greetzb.    

Spieler
bei Arminia
bei FC St. Pauli
Mathias Hain
01.01 – 06.08
seit 07.08
Simon Henzler
01.03 – 07.03
07.00 – 01.03
Heinz Müller
07.01 – 12.02
01.03 – 07.03
Stephan Gollasch
bis 06.94
07.98 – 07.00
Tim Gutberlet
07.03 – 07.94
07.98 – 06.99
Torsten Chmielewski
07.02 – 06.93
07.97 – 07.99
Bernd Eigner
07.97 – 06.99
07.96 – 06.97
Kazuo Ozaki
07.83 – 06.88
07.88 – 07.89
Waldemar Steubing
12.86 – 07.87
07.88 – 07.91
Horst Wohlers
07.82 – 06.86
07.68 – 06.75
    

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